Frankfurt (ots) –

Die geplanten LNG-Lieferungen sind die einzig mögliche Absicherung, um einen Kollaps bei der Versorgung mit dem Brennstoff in diesem und im nächsten Winter zu verhindern. Alle müssen damit kalkulieren, dass der russische Kriegsherr Wladimir Putin schon morgen den Gashahn zudrehen und in absehbarer Zeit nicht mehr aufdrehen könnte. Um unabsehbare ökonomische und soziale Verwerfungen zu verhindern, braucht Deutschland also so schnell wie möglich die beiden LNG-Terminals. Aber nur bis 2024 oder bis 2042? Erdgas-Lobbyisten wollen die fossile Energie noch viele Jahre einsetzen. Die Versuchung ist groß, sich darauf einzulassen. Damit wird der Druck für den sehr komplizierten Ausbau der Erneuerbaren verringert. Genau dies birgt aber enorme Risiken. So richtig der kurzfristige Aufbau der LNG-Infrastruktur ist, so wichtig ist auch, dass die Bundesregierung einen Fahrplan für einen Gas-Ausstieg vorlegt. Um den Weg in eine klimafreundliche und wettbewerbsfähige Energieversorgung abzusichern.

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Quelle:Gas-Ausstieg vorbereiten


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