Putin im Panikraum / Kommentar von Raimund Neuß zur russischen Annexionspolitik

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Köln (ots) –

Wladimir Putin feiert die Okkupation ukrainischer Gebiete mit einem “voluminösen” Auftritt in Moskau, während sich in Lyman das nächste Desaster seiner Truppen abzeichnet. Beides steht in einem untrennbaren Zusammenhang: Weil Putin vier ukrainische Oblaste als russisch deklariert, dürfen sich seine Soldaten dort auch in aussichtsloser Lage nicht zurückziehen, sondern müssen sich einkesseln lassen. Ähnliches droht bei Cherson. Statt über die angebliche Erfüllung eines millionenfachen Willens zu schwadronieren, sollte Putin eine Thermopylen-Rede vorbereiten wie einst Hermann Göring nach Stalingrad.

Zugleich aber nimmt sich Putin mit seinen Annexionen selbst die letzten Möglichkeiten zum Verhandeln – auch wenn er von Kiew Verhandlungen fordert. Worüber denn bitte? Er hat kein Faustpfand mehr, das er für eine Waffenruhe einsetzen könnte, und keine Möglichkeit zum gesichtswahrenden Rückzug.

Ohne Not hat sich Putin in eine Lage versetzt, in der alles andere als der unerreichbare totale Sieg über die Ukraine eine verheerende Niederlage wäre. Ohne Not, denn niemand bedroht Russland. Niemand beansprucht einen Quadratmeter russischen Bodens. Die USA achten peinlich darauf, dass Putins Krieg auf die Ukraine begrenzt bleibt. Dennoch bricht Putin alle potenziell rettenden Brücken ab. Kaum auszudenken, zu welchen irrationalen Entscheidungen jemand in der Lage sein könnte, der so eine Paniksituation inszeniert.

Pressekontakt:

Kölnische Rundschau
Raimund Neuß
Telefon: 0228-6688-546
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Quelle:Putin im Panikraum / Kommentar von Raimund Neuß zur russischen Annexionspolitik


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