Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Missbrauchsstudie im Sport

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Stuttgart (ots) –

Der Sport tut gut daran, sich bezüglich der drohenden Energiekrise Gehör zu verschaffen, dass nach der Pandemie die Flutlichter wieder dunkel, die Sporthallen kalt bleiben könnten, betont er doch zurecht seine gesellschaftliche Funktion – gerade in Krisenzeiten. Aber: Will er diese weiterhin glaubwürdig als Pfund in die Waagschale legen, darf er seine Probleme nicht beiseite schieben. Der Sport wirbt um Kinder und Jugendliche, sein höchstes Gut ist das Vertrauen, das Eltern den Trainern und Verantwortlichen entgegenbringen. Das kann nur Bestand haben, wenn es unabhängige Stellen gibt, die Fälle von sexualisierter Gewalt ernst nehmen und die schonungslose Aufarbeitung forcieren. Täter dürfen nicht gedeckt, Übungsleiter müssen präventiv geschult werden. Der Forderung, sich an einer solchen Struktur finanziell zu beteiligen, muss der organisierte Sport nachkommen. Sonst kann er selbst keine Forderungen mehr stellen.

Pressekontakt:

Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Frank Schwaibold
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

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