ZDF-Programmhinweis / Sonntag, 24.Mai 2020

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Mainz (ots) –

Bitte aktualisierten Pressetext beachten

Sonntag, 24.Mai 2020, 17.55 Uhr

ZDF.reportage
Airlines am Boden
Luftfahrt in der Corona-Krise

Es ist die größte Krise in der Geschichte der Luftfahrt. Von allen
Wirtschaftszweigen ist die Branche mit am stärksten von der
Corona-Krise betroffen.

Allein in Deutschland bangen Zehntausende Mitarbeiter um ihren
Arbeitsplatz. Zwar werden Reisebeschränkungen langsam gelockert, doch
eine Rückkehr zu einem Flugbetrieb, wie er vor der Pandemie
existierte, ist noch lange nicht in Sicht.

Der Flughafen Frankfurt ist in diesen Tagen nicht wiederzuerkennen.
Wo sonst mehr als 80 000 Menschen arbeiten und im Jahr über 70
Millionen Passagiere ein- und aussteigen, herrschen Stillstand und
gespenstische Ruhe. Die Landebahn Nordwest wurde für den Flugbetrieb
gesperrt: Sie dient im Moment als Parkplatz für nicht benötigte
Maschinen. Die Mitarbeiter der Vorfeldkontrolle, Techniker und
Terminal-Manager – alle sind in Kurzarbeit, denn ohne normalen
Flugbetrieb ist für sie hier wenig zu tun.

Lufthansa, Deutschlands größte Airline, hat nur einen Bruchteil ihrer
Flugzeuge im Einsatz. Tina Glaab ist Flugkapitänin und zurzeit in
Kurzarbeit. Sie freut sich, nach sechs Wochen endlich wieder einen
Einsatz zu haben. Es geht nach Madrid, einen ehemaligen Hotspot der
Corona-Pandemie. Im Umgang mit Corona gilt bei den Crews das Motto
“Safety first”: In der Kabine arbeiten die Flugbegleiter mit
Mundschutz und Handschuhen. Bei einem Verdachtsfall an Bord gibt es
einen Notfallplan.

Für die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen gibt es auch neue
Aufgaben durch die Corona-Pandemie: Wegen der Grenzschließungen, die
aktuell immer noch gelten, dürfen Passagiere aus dem
außereuropäischen Ausland nur mit “triftigem Grund” einreisen. Und
den müssen die Beamten im Einzelfall genau prüfen. Wer keinen Grund
hat, wird abgewiesen und strandet im Transitbereich – im schlimmsten
Fall für Wochen.

An den Drehkreuzen haben nur die Techniker immer noch viel zu tun.
Der Grund: Die zwischenzeitliche Einlagerung von Verkehrsflugzeugen
ist nicht so einfach wie das Parken eines Autos. Fahrwerke und
Triebwerke werden sorgfältig verpackt, damit Vögel nicht darin nisten
können und um Korrosion zu verhindern. Jeden Tag werden die Räder der
Maschinen leicht gedreht, um sicherzustellen, dass sie durch das
Gewicht des Flugzeugs nicht abgenutzt werden. Das Parken bedingt
regelmäßige und aufwendige Funktionstests von Hauptsystemen, wie
Triebwerksläufe und Werkstattflüge. So gewartet, kann ein Flugzeug
bis zu zwei Jahre eine Zwangspause machen.

Nur eine Sparte läuft noch einigermaßen regulär: die Luftfracht.
Insbesondere zeitkritische Güter, wie Medikamente oder frische
Nahrungsmittel, werden oft per Flugzeug transportiert. Mit dem
massiven Einbruch der Kapazitäten im Passagierverkehr fallen
allerdings zahllose Transportmöglichkeiten weg.

Wie die Lufthansa hat auch Ferienflieger Condor aus einigen der Jets
die Sitze ausgebaut, um damit dann ausschließlich Fracht zu
transportieren. So hofft das Unternehmen, die Verluste einigermaßen
gering zu halten.

Die “ZDF.reportage” berichtet, wie die Luftfahrtbranche alles tut, um
durch die Corona-Krise zu kommen. Pressekontakt:

ZDF Presse und Information
Telefon: +49-6131-70-12121

Quelle:ZDF-Programmhinweis / Sonntag, 24.Mai 2020


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